Mittwoch, 7. Oktober 2009

A serious topic...

Ein ernstes Thema....

EDIT: Vielen Dank für eure wirklich ausführlichen Kommentare.
Vieles davon ist mir selbst schon durch den Kopf gegangen.

Hmmm... ehrenamtliche Arbeit für Schule und Kindergarten leiste ich seit Jahren. Die Kindergartengeschichte war fast ein Halbtagsjob, unbezahlt versteht sich.

Und ich beteilige mich auch an anderen Spendenaktionen, wie grad kürzlich erst mit den Minimonstas.

Was mich bewegt sind diese TOTAL zerstörten Regionen. Da gibt es NICHTS mehr. Es gab vor den Katastrophen schon wenig dort, aber jetzt ist ALLES kaputt. Und kaum war die erste Katastrophe vorüber, brach schon die nächste herein. Ich finde das einfach so schrecklich. :-(

Wenn ich mir die Verzweiflung der Leute in Deutschland während diverser Jahrhunderhochwässer in Erinnerung rufe... ... ... Da ist aber niemand an fehlender medizinischer Versorgung gestorben und auch nicht an Hunger... und und und. Und trotzdem waren die Leute wirklich verzweifelt.

Ich weiß, man soll und kann Leid nicht mit Leid vergleichen. *seufz* Ich kann einfach nicht hingucken und auch nicht weggucken.
Deswegen werde ich mich wohl nochmal etwas intensiver mit der Spendenliste vom DZI beschäftigen.



(Quelle:
http://www.klima-magazin.de/aus-aller-welt/asien/artikel/zweites-schweres-erdbeben-erschuetert-sumatra.html)

Die Naturkatastrophen in Asien habt ihr ja sicher alle mit bekommen. Jetzt möchten viele Leute helfen. Auch ich. Und jedesmal die gleiche Frage: kommen die Spenden auch an? Wieviel der Spende flliesen in die Bürokratie... und Ähnliches.

I guess all of you saw the earthquake and zunami disasters in Asia. Now many people want to help. So do I. And each time the same question: Do the donations arrive there where they are needed most? How much of the donation goes in the bureaucracy ... and the similar things.

Aktuell ist sicher die Spendenliste des ZDF .

Und es gibt ja auch den sogenanten Spenden TÜV: DZI Auch die haben eine lange Liste veröffentlicht.
Viele Fragen werden dort beantwortet!

Aber irgendwie weiß ich einfach nicht... Manchmal überlege ich, ob es nicht sinnvoll ist z.B. den THW ganz allgemein zu unterstützen, die sind ja auch immer vor Ort. *grübel*

Sagt mal, wie macht ihr das?

Kommentare:

  1. hmmm, schwere frage. ich bin bei so spendenaktionen auch immer sehr skeptisch weil ich denke, daß nur ein bruchteil vom gespendeten ankommt, eben- wie du schon geschrieben hast- wegen der bürokratie und dem ganzen drumherum, das irgendwie auch organisiert werden muß...
    ich selber halte es sehr sinnvoll, z.B. dem THW oder dem DRK (oder Ärzte ohne Grenzen oder oder oder...)direkt zu spenden.

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  2. Oh je das ist ein schwieriges Thema...also wir persönlich spenden jedes Jahr eine Summe X meistens für Projekte in unserer Stadt bzw. in nächster Umgebung.. z.B. mein Kinderarzt fährt jedes Jahr auf eigene Kosten und unterstützt gewisse Projekt in Afrika, Asien ect..bleibt dort 4 Wochen mit 2 befreundeten Ärzten und sie versuchen zu helfen wo sie nur können.. das Geld, dass wir ihm mitgeben wir 100% für Dinge vor Ort ausgegeben.. das Problem ist oft, dass sie gar nicht mehr soo viele Medikamente etc. mitnehmen dürfen weil sich die Autoritäten vor Ort krumm stellen...also kaufen sie es dort..
    Schwierig schwierig alles...ich verstehe ja, das die Verwaltung Geld benötigt ...aber halt nur in Grenzen..die Listen sind immer hilfreich.. zusätzlich unterstützen wir noch ein Patenkind in Südamerika...
    wichtig ist natürlich auch, manche Projekte im Inland nicht zu vergessen..
    so machen wir das:-).vlg
    emma

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  3. Ich spende regelmäßig an die SOS-Kinderdörfer und die Kinderhilfe, oder die Kinderkrebshilfe. Die meisten großen Organisationen sind sicher auch in den Katastrophengebieten vor Ort - so kommte das Geld dann auch dort an.
    Zumindest vertraue ich darauf.

    Liebe Grüße,
    Judith

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  4. Obwohl den Leuten in Katastrophengebieten ohne Spenden nicht die nötige Hilfe zu teil werden könnte, haben wir beschlossen, nicht an große Organisationen zu spenden. Wir leisten unseren Beitrag in der näheren Umgebung oder der Gemeinde. Es gibt viele "Hilfebedürftige", die eben keinen *Medienrummel* ist hier vielleicht das falsche Wort, veranstalten können, aber trotzdem auf Spenden angewiesen sind. Wenn sich das irgendwie verteilt und die einen gehen einen bequemeren Weg und tätigen eine Überweisung an die Großen und die anderen engagieren sich selbst oder geben es den Kleinen, so ist doch letztendlich jedem irgenwie ein bißchen geholfen. (Und ging da nicht letztens was durch die Medien, dass auf irgendeinem Konto noch ne Million "rumlag", die nicht verteilt wurde?!)

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  5. Das ist wirklich keine leichte Frage. Ich unterstütze die Aktion Lichtblicke, die Familie in der Region hilft, die aus verschiedenen Gründen Probleme haben. Denn grundsätzliche helfe ich gerne vor Ort. Hier gibt es auch viele Probleme, die bei im Vergleich zu großen Katastrophen gern "übersehen" werden. Als Tipp: Ich würde nicht speziell für ein Projekt spenden bzw. das im Verwendungszweck angeben, sondern allgemein an eine Organsisation. Dann dürfen sie die Gelder für die Projekte verwenden für die es gerade am nötigsten gebraucht wird.

    LG
    Anne

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  6. Ganz ehrlich: Kleine lokale Projekte zu unterstützen bringt weit mehr, daher mache ich bei Sammlungen für Schulen oder Kindergärten in sozialen Brennpunkten vor Ort mit einem besseren Gefühl mit, als bei weltumspannenden Bürokratiesupersammlungen.

    Die Großen bekommen eh von allen Seiten Geld und wenn man für das Erdbeben in Sumatra spendet ist das zweckgebunden. Das heißt, selbst wenn die genug Geld haben und kurz drauf in Indien was passiert, können sie die Gelder nicht umschichten.

    Daher würde ich sagen, ist es besser, eine Hilfsvereinigung insgesamt zu unterstützen als für ein spezielles Projekt zu spenden. Und öfter mal auf die lokalen Sorgen und Geldengpässe zu schauen.

    Wir spenden weltweit und können sehen, was mit dem Geld gemacht wurde: Schau doch mal bei Kiva rein. Das ist dann zwar nicht für die großen Katastrophen, aber für Leute, die das Geld dringend für ihre Existenzgrundlage brauchen - und sogar zurückzahlen!

    Wie haben da schon einige Dollar investiert und reinvestiert und reinvestiert...

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  7. ich bin ein klarer gegner grosser spendenorganisationen.
    das meiste geld, nämlich fast 80% geht für die verwaltung und personalkosten drauf.
    die einzige europäische organisation die ihre verwaltungskosten auf 3% drückt, ist die organisation der schwedischen königin silvia.....

    lokal helfen ist sicherlich am besten, und natürlich auch politisch einzukaufen...d.h. keine waren aus ländern die ihre bevölkerung unterjochen....

    das ist aber alles in einer globalisierten welt nicht so einfach...
    ich helf so gut ich kann vor ort, oder ich kenn jemanden der die waren/geld persönlich dort hinbringt wo es nötig ist.
    und wenn man sich umhört gibt es überall so "kleinstorganisationen" die nur durch ehrenamt funktionieren.

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  8. Also ich wäre auch für eine lokale Organisation. Vor einiger Zeit hatte ich mal eine Steuerrückzahlung kurz vor Weihnachen. Ich hatte das ganze Geld der UNICEF gespendt. In Januar dadrauf war dann der Chef der UNICIF in den Schlagzeilen, weil er Geld unterschlagen hat ...
    Anderer Seits schafft es eine Organisation in unserem Stadteil, sozial schwachen Kindern jeden Tag ein Mittagessen und Hausaufgabenhilfe zu organisieren. Mehr als 80% der Kinder können, nur auf Grund dieser Hilfe, erfolgreich das Gymnasium besuchen! Ich denke da ist man sehr viel näher an einer besseren Welt ...

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  9. Ein schwieriges Thema. Seit dem UNICEF-Skandal sind da sicher sehr viele Menschen skeptisch und überlegen dreimal mehr, ob und wem sie Geld spenden.
    Ich bin ein Brot-für-die-Welt Spender. Liegt sicher am kirchlichen Hintergrund.
    Lokale Projekte zu unterstützen habe ich mir die letzten Tage auch überlegt. Aber sich da zu entscheiden, finde ich auch sehr schwer. Es gibt ja sovieles, was gemacht werden muss und wo Geld dringend gebraucht wird.
    VLG Eva
    PS: Das Webband ist traumhaft schön!

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  10. Wichtig ist wenn man bei einer großen, bekannten und daher warscheinlich auch seriösen Spendenorganisation spendet keinen oder einen sehr weit gefassten Verwendungszweck anzugeben denn es gibt Projekte für die wird sehr viel gespendet so das es eigenlich genug Geld für Hilfe gibt und dann kommt eine andere Katastrophe für die weniger gespendet wird die aber auch dringend Hilfe = Geld benötigt aber weil das zuvor gespendete Geld mit einem speziellen Verwendungszweck (z.B. Flutkatastrophe Bangladesch 2009) gespendet wurde darf es (bei seriösen Organsisationen) nicht für das Erdbeben in Buxtehude ausgegeben wedern...
    Also lieber dem THW 100€ ohne Zweck spenden damit hilft man meist mehr als wenn man für ein aktuelles Ereigniss spendet weil einen das traurige Kind im Fernsehen so mitgenommen hat.
    ich spende seit Jahren gleiche Summen an heimische Organisationen (Tierheim, Tafel,Kinderhospitz...etc) und den gleichen Betrag an eine weltweid operierende Organisation und habe ein gutes Gefühl dabei.
    ansonsten noch eine schöne Nacht an alle

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  11. Mich nehmen solche Bilder auch mit, bin aber auch der Meinung, daß man lieber was ans THW oder Rote Kreuz spendet. Die sind bei solchen Katastrophen ja meist vor Ort und werden das Geld schon sinnvoll einsetzten.
    Ja und dann finde ich auch, daß direkte Hilfe vor Ort am sinnvollsten ist. Gerade vorgestern war ich zu einem Vortrag des Christlichen Körperbehindertenvereins. Mich hat es interessiert was die so machen ,da mein großer Sohn behindert ist. Da arrangieren sich wirklich viele Menschen und stellen ganz tolle Dinge auf die Beine. Leider wird dem Verein zum neuen Jahr ein großer Teil an Fördergeldern gestrichen, einfach so! Die wissen nicht, wie sie die angestellten Mitarbeiter bezahlen sollen. Und für eine Bank sind mal eben so 100MRD da (eine Summe, die sich kein Mensch vorstellen kann). Das macht mich richtig wütend!

    LG Ute

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  12. Danke, ... wieder wach gemacht ... erinnert, wie gut es uns eigentlich geht, auch wenn es sich manchmal anders anfühlt ...

    Liebe Grüße
    Anne

    ... und DANKE ...!!!

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  13. Da wir selber keine Kinder haben, spende ich monatlich einen Betrag an Unicef. Von der Spendenaffäre habe ich mich nicht weiter beeindrucken lassen. Die Erfolge die Unicef für die Kinder dieser Welt erzielt wiegen das meiner Meinung nach auf!

    Je weniger wegen der Affäre spenden, desto weniger wird Kindern geholfen.

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